Verdächtiger im Mordfall Ernst Thälmann gefasst

Am 9. August 1946 wurde der ehemalige Kapo im KZ Buchenwald, Josef Müller, wegen des Verdachts der Ermordung Ernst Thälmanns in Dortmund festgenommen. Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei in Deutschland war in der Nacht zum 18. August 1944 im KZ-Lager Buchenwald getötet worden. Müller war als Berufskrimineller in Buchenwald inhaftiert und arbeitete als Kapo im Krematorium. Er gestand, dass er politische Gefangene mit einem Knüppel getötet und die Leichname verbrannt hatte. In Bezug auf Thälmann sagte er, dass er nur Schüsse hörte und der Leichnam ihm später zur Verbrennung gebracht wurde.

Ränkespiele um Aufnahme neuer Mitglieder in UNO

Am 7. August 1946 wurden im UN-Sicherheitsrat die Vollmachten der Sicherheitsrat-Kommission über die Aufnahme neuer Mitglieder besprochen. Viel diskutiert wurde über die entsprechende Resolution. Im chinesischen Resolutionsentwurf hieß es, dass die Kommission berechtigt ist, Informationen bei jedem Staat, der einen Antrag einreicht, und bei jedem UN-Mitglied zu beantragen. Polen und Sowjetunion stimmten dagegen, die USA, Frankreich, Mexiko und andere Staaten für die Resolution. Der sowjetische Vertreter Andrej Gromyko sagte, dass die Kommission ihre Vollmachten überschritten hatte, über dieses Recht könne nur unmittelbar der gesamte Sicherheitsrat verfügen und nicht eine einzelne Kommission mit intransparenten Koalitionsmöglichkeiten interessierter Parteien.

Martin Luther King beginnt politisches Engagement

Am 6. August 1946 veröffentlichte die Zeitung „The Atlanta Constitution“ den Leserbrief eines 17 Jahre alten, schwarzen College-Studenten, der mit dem Namen M.L.King Jr. unterzeichnet war. Anlass für den Artikel waren Morde an fünf Afroamerikaner im US-Bundesstaat Georgia: Maceo Snipes, der erschossen wurde, weil er sein Stimmrecht bei Wahlen nutzte, und einige Tage später die zwei Ehepaare George und Mae Dorsey und Roger und Dorothy Malcolm, die auf der Moore‘s-Ford-Brücke zwischen Monroe und Watkinsville von einem Mob getötet wurden.

Japan werden Kriegsverbrechen auf Philippinen vorgeworfen

Am 28. Juli 1946 beschuldigte der Assistent des US-Kriegsministers Howard Peterson Japan der Kriegsverbrechen auf den Philippinen. Ihm zufolge wurden 131.028 Staatsbürger der USA und Philippinen, vorwiegend Zivilisten, in der Zeit vom 7. Dezember 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs getötet. Davon kamen 92.184 Zivilisten der Philippinen und 595 Zivilisten der USA nach Morden, Folterungen bzw. anderer Gewaltformen ums Leben und werden deshalb als Opfer von Kriegsverbrechen eingestuft, was als Grundlage einer Anklage dienen kann.

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