Am 19. September 1946 schlug der ehemalige britische (und künftige) Premierminister Winston Churchill während seines Auftritts in Zürich vor, eine Gemeinschaft der Länder Europas mit einer tiefgehenden politischen und wirtschaftlichen Integration ins Leben zu rufen. So sagte er: „… es gibt auch einen anderen Weg, und wenn die meisten Menschen aus verschiedenen Ländern diesen Weg vollumfänglich und mit gutem Willen wählen, wird sich die Lage auf eine wunderbare Weise verbessern, in einigen Jahren wird ganz Europa bzw. sein größter Teil ebenso frei und glücklich wie die moderne Schweiz sein. Doch was ist für ein höherer Weg? Das ist der Weg des Wiederaufbaus der Europäischen Familie bzw. ihres Teils, den wir wiederbeleben können, die so eine Ordnung bekommen soll, damit es in Frieden und Sicherheit leben und frei sein kann. Wir sollten etwas ähnliches wie die Vereinigten Staaten Europas aufbauen. Nur so können hunderte Millionen Werktätige wieder einfache Freuden und Hoffnungen, für die man leben sollte, wiedererlangen. Es ist einfach, diesen Weg zu gehen. Alles, was erforderlich ist, wird Hunderten Millionen Männern und Frauen erlauben, Gutes statt Böses zu tun und Segen statt Fluch als Belohnung zu bekommen“.
Churchill betonte insbesondere, dass die wichtigste Voraussetzung für die Schaffung einer europäischen Gemeinschaft eine enge Zusammenarbeit Frankreichs und Deutschlands sei, ohne die die Wiederherstellung Europas unmöglich ist. Die visionäre Begabung Churchills löste Begeisterung aus, außer einem Umstand – dem vereinigten Europa kehrte letzten Endes ausgerechnet Großbritannien den Rücken.
Quelle: Winston Churchills Rede https://winstonchurchill.hillsdale.edu/rhetoric-churchill-fulton-address/