Eventkalender

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Alliierte verbieten Nazi-Kultur

Am 13. Mai fand in Berlin eine Sitzung des Koordinierungsausschusses unter dem Vorsitz des britischen Generals Brian Robertson statt. An diesem Tag erließ das Komitee den Befehl Nr. 4 zur Beschlagnahme von Literatur und Materialien mit nationalsozialistischem und militaristischem Charakter und die Direktive Nr. 30 zur Zerstörung von Nazi-Denkmälern und -Museen.

Rumänischer König enthüllt Denkmal für sowjetische Soldaten-Befreier

Am 12. Mai, bei einer Kundgebung zum Jahrestag des Sieges und der Unabhängigkeit Rumäniens, entfernte König Michael I. von Hohenzollern-Sigmaringen in Anwesenheit der Königinmutter Elisabeth von Griechenland, des Ministerpräsidenten Petru Groza und des sowjetischen Marschalls Fjodor Tolbuchin den weißen Schleier vom Denkmal für die sowjetischen Soldaten-Befreier.

58 Mitarbeiter des KZ-Lagers Mauthausen zur Todesstrafe verurteilt

Am 11. Mai 1946 endete auf dem Gelände des früheren KZ-Lagers Dachau der Gerichtsprozess gegen das Personal der Lager Mauthausen und Gusen. Der US-Militärgerichtshof behandelte Anklagen gegen insgesamt 61 KZ-Mitarbeiter. Als Ankläger trat der US-amerikanische Obermilitärstaatsanwalt in Europa, William Denson, auf. Den Verteidigungsrat leitete Militärjurist Douglas Bates Jr.

Dönitz gibt zu, dass er auch nach Hitlers Tod an den Sieg glaubte

Das Kreuzverhör des Angeklagten Karl Dönitz, der nach Hitlers Selbstmord am 30. April 1945 die Ämter des Chefs des Dritten Reiches und des Oberbefehlshabers der Wehrmacht übernahm, endete am 10. Mai.

Russisches Museum in Leningrad wieder für Besucher geöffnet

In Leningrad empfängt das landesweit erste staatliche Museum für russische bildende Künste – das Russische Museum - wieder Besucher. Am 9. Mai 1946 fand die Eröffnung der ersten Ausstellung nach dem Krieg im Michailowski-Palast statt. Zunächst war nur die erste Etage für die Besucher geöffnet, die zweite Etage folgte im Herbst.

Erstes Ewiges Feuer zum Gedenken an die Weltkriegesopfer entzündet

Am 8. Mai 1946 wurde auf dem Marschall-Józef-Piłsudski-Platz in Warschau das Ewige Feuer zum Gedenken an die Gefallenen im gerade zu Ende gegangenen Krieg entzündet. Das Ewige Feuer wurde ein Teil des wiederhergestellten „Grabmals des unbekannten Soldaten“ – die Gedenkstätte wurde vor dem Krieg eingerichtet, aber während der deutschen Besatzung Warschaus stark beschädigt.

Sony gegründet - Geburtsstunde eines Weltkonzerns

Am 7. Mai 1946 gründeten der 25 Jahre alte Offizier a.D. Akio Morita und der 38-jährige Ingenieur Masaru Ibuko die Firma Tōkyō Tsūshin Kōgyō (Tokioter Kommunikationsindustrieunternehmen). Der Kurzname der Firma lautete Totsuko. Die Gründer stellten damals 20 Mitarbeiter an.

Sowjetisches Finanzministerium bereitet Geldreform vor

Am 6. Mai wandte sich der sowjetische Finanzminister und Vorstandsvorsitzende der Staatsbank, Arsseni Swerew, an Ministerpräsident Lawrenti Berija mit einem Dienstschreiben zum Thema „Geldumsatz auf dem Territorium der UdSSR während des Großen Vaterländischen Krieges und Notwendigkeit einer Geldreform“. Das war der erste Schritt zur Geldreform im Jahr 1947.

Franzosen stimmen bei Referendum gegen neue Verfassung

Am 5. Mai fand in Frankreich ein Referendum zur neuen Verfassung statt. Knapp 80 Prozent aller wahlberechtigten Einwohner des Landes gaben ihre Stimme ab.

Militär-Spionageabwehr Smersch bekommt neuen Namen und Spitze

Am 4. Mai 1946 wurden alle Strukturen des militärischen Abschirmdienstes Smersch in die 3. Hauptverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit umgegliedert. Die furchterregende Abbreviatur Smersch (Abkürzung vom russischen „Tod den Spionen!“) wurde damit Vergangenheit.

Britisches Militärgericht verhängt elf Todesurteile

Der Prozess zu den Gräueltaten im Konzentrationslager Neuengamme begann am 18. März 1946. Er war einer der 329 britischen Militärgerichtsverfahren gegen Nazi-Verbrecher.

Großbritannien stoppt Juden-Emigration nach Palästina

Der britische Premier Clement Richard Attlee sagte am 2. Mai 1946 im Parlament, dass die Auswanderung ins unter britischer Verwaltung stehende Palästina eingestellt werde. Der Beschluss galt als Antwort auf die Handlungen der zionistischen paramilitärischen Untergrundorganisation Hagana, die in Palästina seit 1920 existierte.

Sowjetische Japaner beteiligen sich an Kundgebung am 1. Mai

Auf dem Platz vor dem Bahnhof der Stadt Toyohara (früher Wladimirowka, später Juschno-Sachalinsk) fand die erste und letzte gemeinsame Kundgebung der japanischen, koreanischen und sowjetischen Werktätigen zum 1. Mai statt. Am selben Tag begannen in Japan Massenproteste unter Leitung der Kommunisten – die sogenannten „Frühlingsoffensiven“ gegen die US-Besatzung.
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