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Rassenunruhen in Columbia

Am 25. Februar brachen im US-Bundesstaat Tennessee zivile Unruhen aus, die in die Geschichte als “Columbia Race Riot” eingehen werden. 

Juan Perón gewinnt Präsidentenwahl in Argentinien

Die erste wirklich freie Präsidentschaftswahl seit 1928 in Argentinien gewann Oberst Juan Domingo Perón – Populist, Anhänger Mussolinis und Kritiker des Nürnberger Tribunals – im Jahr 1946.

Antibritischer Protest in Ägypten schlägt in Gewalt um

Die am 21. Februar begonnenen antibritischen Kundgebungen verwandelten sich am 23. Februar in regelrechte Massenunruhen. Kairo, Alexandria, Heliopolis und al-Mansura wurden davon erfasst.

US-Botschafter schickt „Langes Telegramm”

US-Botschafter schickt „Langes Telegramm” - Doktrin zur Abschreckung Russlands

Überreste Hitlers exhumiert und umgebettet

Am 21. Februar 1946 wurde unter Aufsicht einer SMERSch-Kommission der 3. Angriffsarmee das Grab mit den Leichen von Adolf Hitler, Eva Braun, Joseph Goebbels, dessen Ehefrau und Kindern geöffnet. Das Grab befand sich in der sowjetischen Garnison in Rathenow. Alle Leichen lagen nahezu verrottet in Holzkisten.

Matrosen der Royal Navy in Indien rebellieren

Am 18. Februar 1946 weigerten sich Matrosen einiger Schiffe, die vor Bombay vor Anker lagen, den Offizieren Gehorsam zu leisten. Anlass war die Verzögerung der Nachkriegs-Demobilisierung und niedriger Sold. Zudem gab es in der indischen Flotte ein Rassenproblem – die Offiziere waren vor allem Briten, die Mannschaften vor allem Inder.

Premiere der deutschen Kino-Wochenschau „Der Augenzeuge“

Am 19. Februar 1946 wurde in den Filmtheatern der sowjetischen Besatzungszone zum ersten Mal die Kino-Wochenschau „Der Augenzeuge“ gezeigt. Für die Produktion war die Firma DEFA zuständig, die später zum führenden Filmstudio in der DDR werden sollte.

US-Sergeant wegen Mordes an Sowjetoffizier verurteilt

Am 18. Februar 1946 begann der Gerichtsprozess zum Fall des US-Sergeanten Shirley Dixon, der wegen eines böswilligen und beabsichtigten Mordes an Hauptmann Wassili Klementjew und böswilliger schweren Verletzung des Oberleutnants Pjotr Saljnikow angeklagt wurde. Der Vorfall ereignete sich am 16. Januar 1946, als die Offiziere den US-Militärzug Mozart, der von München nach Wien durch die sowjetische Besatzungszone in Österreich unterwegs war, nehmen wollten

Albaner überfallen griechische Grenzschützer

Am frühen Morgen des 17. Februars wurde eine griechische Garnison einem heftigen Beschuss von der albanischen Seite ausgesetzt. Das wurde einer der größten Zwischenfälle in einer ganzen Reihe von Grenzkonflikten zwischen den beiden Ländern in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre. In den meisten Fällen wurden die Griechen angegriffen, und die Albaner stahlen Rindvieh und kidnappten Menschen. Doch diesmal erreichte die Aggression ein neues Niveau: Es kam zu einem bewaffneten Konflikt zwischen regulären Truppeneinheiten beider Länder.

Marschall Graziani wird italienischen Behörden übergeben

Am 16. Februar 1946 wurde der italienische Marschall Rodolfo Graziani den italienischen Behörden übergeben und in ein Gefängnis auf der Procida-Insel nahe Neapel gebracht. Zuvor befand er sich im Kriegsgefangenenlager Cap Matifou (Algerien), wohin er gelang, nachdem er sich Ende April 1945 nach der Kapitulation der deutschen Truppen in Italien den Alliierten ergeben hatte.

Gefängnisverwaltung isoliert Göring

Am 15. Februar 1946 berichtete der US-Militärpsychologe Gustave Gilbert, der mit den Angeklagten arbeitete, diesen nach einer Abendsitzung im Justizpalast von neuen Regeln. Fortan waren jegliche Kontakte zwischen den Angeklagten außerhalb des Gerichtssaals verboten. Bislang konnten sie beim Mittagessen zwischen den Vormittags- und Abendsitzungen und bei Spaziergängen im Gefängnishof kommunizieren.

USA verkünden Schaffung des ersten Computers

Am 14. Februar 1946 kündigten Wissenschaftler der University of Pennsylvania eine Konferenz an, auf der sie den weltweit ersten elektronischen Rechner allgemeiner Verwendung ENIAC (Electronic Numerical Integrator and Computer) präsentieren werden. Die Konferenz findet am darauffolgenden Tag statt. Der 14. Februar wird zu einem inoffiziellen Feiertag – dem Internationalen Tag des Computerspezialisten.

UNO fordert Verhaftung und Auslieferung von Kriegsverbrechern

Am 13. Februar 1946 hat die UN-Vollversammlung eine Resolution verabschiedet, in der die Regierungen aller Länder unabhängig von ihrer UN-Mitgliedschaft aufgefordert wurden, dringend Maßnahmen zur Festnahme und Auslieferung von Kriegsverbrechern zu ergreifen, die sich vor der Justiz verstecken.

Flüchtlingsproblem wird international anerkannt

Am 12. Februar 1946 verabschiedete die UN-Vollversammlung eine Resolution, die die Flüchtlingsfrage regeln sollte.

Wehrmacht-General berichtet über Überfall-Planungen auf Sowjetunion

Die Sitzung am 11. Februar 1946 hatte für die sowjetische Anklage eine Schlüsselbedeutung im Rahmen des Nürnberger Prozesses. Dabei ging es nicht nur um das Verhör des deutschen Generalfeldmarschalls Friedrich Paulus, der am „Unternehmen Barbarossa“ mitgewirkt hatte.

Pariser U-Bahn-Station „Aubervilliers“ in „Stalingrad“ umbenannt

Am 10. Februar 1946 wurde die U-Bahn-Station „Aubervilliers“ durch einen Beschluss der Pariser Stadtverwaltung in „Stalingrad“ umbenannt. Damit sollte ein Zeichen für die Verewigung des Sieges der Roten Armee gegen die Wehrmacht in der Schlacht, die die Wende im Zweiten Weltkrieg einleitete, gesetzt werden. Der Sieg in dieser Schlacht wurde am 2. Februar 1943 errungen, weshalb die Umbenennung anlässlich des dritten Jahrestags stattfand.

UNO unterstützt Sanktionen gegen Francos Spanien

Am 9. Februar 1946 wurde auf der 26. Plenarsitzung der UN-Generalversammlung eine Resolution verabschiedet, die die Beziehungen der UN-Mitglieder mit Francos Spanien regelt. Das Dokument empfahl den Ländern, sich bei den Beziehungen mit Spanien nach den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz und der Konferenz von San Francisco, auf der die UN-Charta gebilligt wurde, zu richten.

Staatsanwalt Rudenko trägt Anklage im Namen der Sowjetunion vor

Am 8. Februar 1946 übernahm die sowjetische Anklage den „Staffelstab“ von ihren französischen Kollegen, und am Rednerpult erschien der Chefankläger im Namen der Sowjetunion, Roman Rudenko.

General Wlassow gesteht: Heirat mit Deutscher für Zugang zu Himmler

Am 7. Februar 1946 wurden bei einem Verhör des ehemaligen Kommandeurs Andrej Wlassow wichtige Details zur Schaffung des Komitees zur Befreiung der Völker Russlands, des politischen Zentrums der Russischen Befreiungsarmee, bekannt.

Ehemalige KZ-Gefangene fordern Todesurteil gegen Nürnberg-Angeklagte

Am 6. Februar 1946 brach in einer Sitzung anlässlich des Abschlusses des Internationalen und Allpolnischen Kongresses der ehemaligen politischen Gefangenen der deutsch-faschistischen KZ-Lager eine heiße Diskussion über das Urteil gegen die Nazi-Verbrecher, die bei den Nürnberger Prozessen vor Gericht standen, aus.

US-Regierung will sowjetische Ankläger auszeichnen

Duell um die Schach-Krone: Botwinnik fordert Aljechin heraus

Seit 1946 lebte der Schachweltmeister Alexander Aljechin in der bei Touristen beliebten portugiesischen Stadt Estoril – allein, ohne Geld, gequält von Krankheiten und Alkoholsucht, boykottiert von den Kollegen. Anfang März reiste er auf Einladung der britischen Botschaft nach Lissabon, wo ihm ein Brief übergeben wurde, der über diplomatische Kanäle gekommen war.

Nazi-Schlächter in den baltischen Republiken werden hingerichtet

Am 3. Februar 1946 um 15.00 Uhr wurde das Todesurteil zu den Gräueltaten der Nazi-Verbrecher in der Litauischen, Lettischen und Estnischen Sowjetrepublik vollstreckt. Sieben der acht Angeklagten – SS-Obergruppenführer, General der baltischen Polizei Friedrich Jeckeln, Kommandant von Riga, Generalleutnant Siegfried Ruff, Gebietskommissar in Estland, Oberst Alexander Becking, sowie drei Generalmajore und ein Generalleutnant wurden schuldig gesprochen und hingerichtet. Das Verfahren des achten Angeklagten, Generalleutnant Wolfgang von Ditfurth, wurde wegen dessen Erkrankung,gesondert behandelt. Unter den sowjetischen öffentlichen Prozessen gegen faschistische Eroberer gilt der Rigaer Prozess als der „höchste“ Prozess nach dem Militärrang der Angeklagten.

Kurilen-Inseln werden der Sowjetunion angeschlossen

Am 2. Januar 1946 veröffentlichte das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR zwei Dokumente. Laut dem ersten Erlass „Über die Nationalisierung von Boden, Banken, Industrie- und Kommunalbetrieben, Eisenbahn und Wasserverkehrsmitteln sowie Kommunikationsmitteln im südlichen Teil der Insel Sachalin und auf den Kurilen-Inseln“ wurden die Kurilen-Inseln und ein Teil Sachalins zu sowjetischem Staatseigentum und ihre Bodenschätze, Wälder und Gewässer zum Volkseigentum erklärt.

Russisch wird zu einer der offiziellen UN-Sprachen

Am 1. Februar 1946 wurde in der 21. Plenarsitzung der UN-Vollversammlung die Resolution über Sprachregeln verabschiedet.
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