Am 8. September 1946 wurde in Moskau zum ersten Mal der Tag des Panzersoldaten gefeiert. Dieser wurde zu Ehren der entsprechenden Truppengattung ins Leben gerufen: Im Hinblick auf den an Intensität gewinnenden werdenden Kalten Krieg und ohne eigene Atomwaffen legte Josef Stalin große Wert auf jede Gelegenheit, die Stärke und Kampfbereitschaft der Roten Armee zu demonstrieren.
Am 5. September 1946 signierte der Militärkommandant von Moskau, Generalleutnant Kusma Sinolow einen geheimen Befehl, demzufolge auf dem Roten Platz und in die Moskauer Straßen eine Aufklärungsgruppe von Motorrädern und Schützenpanzerwagen über den Roten Platz und durch die Straßen Moskaus fahren zu lassen, ebenso eine Abteilung von Panzern, mobilen Fla-Anlagen, Selbstfahrlafetten, ein Bataillon von Panzergrenadieren, ein Panzerregiment, ein Bataillon von Selbstfahrlafetten SU-152, eine Luftabwehr-Division, ein Schützenpanzerwagen-Bataillon, je ein Regiment von T-34- und IS-3-Panzern usw. Während der Parade auf dem Roten Platz wurden 24 Salven abgefeuert. Die Panzerparade hat Stalin höchstpersönlich entgegengenommen, der die Generalissimus-Uniform trug.
Mit solchen Militärparaden verschiedener Truppengattungen wollte die Sowjetunion ihre Militärstärke vor den Augen der Welt unter Beweis stellen.
Quelle: Zeitung „Prawda“, Nr. 214 (10296) vom 8. September 1946