Am 23. August 1946 ließ die britische Besatzungsmacht durch die Verordnung Nr. 46 „Über die Beseitigung der Provinzen des ehemaligen Staates Preußen in der britischen Zone und ihre Umwandlung in selbstständige Länder“ das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) entstehen. Das Land befand sich in der britischen Besatzungszone und umfasste die Rhein-Ruhr-Region, das industrielle Ruhrgebiet sowie die größten Städte Westdeutschlands – Bonn, Bochum, Wuppertal, Düsseldorf, Solingen, Köln, Münster u.a. Bis heute ist NRW das urbanisierteste Bundesland Deutschlands.

Die Errichtung des neuen Landes hatte mehrere Gründe. Die Alliierten wollten die preußische Staatlichkeit zunichte machen. Zudem versuchten sowohl Großbritannien als auch die USA, in den besetzten Gebieten die Wirtschaft wiederzubeleben, die Vergrößerung der Gebiete unter Leitung der deutschen Selbstverwaltungen sollte diesen Prozess beschleunigen. Zudem wollte die britische Besatzungsmacht die französische Forderung nach der Internationalisierung des Ruhrgebiets, die von der Sowjetunion unterstützt wurde, torpedieren.

Nach der Verabschiedung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland durch den Parlamentarischen Rat am 8. Mai 1949 wurde Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf als Hauptstadt zum Bundesland.

 

Quelle: Offizielle Webseite des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen