Am 11. August 1946 fand in Wien eine Trauerveranstaltung zur Einweihung eines Friedhofs für gefallene Rotarmisten statt. Auf dem Zentralfriedhof wurde ein Monument mit der Aufschrift aufgestellt: „Denkmal zu Ehren der Soldaten der Sowjetarmee, die für die Befreiung Österreichs vom Faschismus gefallen sind“. An der Einweihung nahmen Ehrenwachen der sowjetischen Truppen und der Alliierten teil.
Die Wiener Offensive hatte am 16. März 1945 begonnen. Am 14. April wurde die österreichische Hauptstadt von der Roten Armee eingenommen. Dabei sind etwa 17 000 sowjetische Soldaten gefallen.
Die Gedenkstätte steht unweit der Gräber großer Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Johann Strauß, Joseph Haydn, Johannes Brahms. Vermutlich wurden hier während einer Epidemie auch die sterblichen Überreste von Wolfgang Amadeus Mozart bestattet. Die sowjetischen Soldatengräber sehen immer sehr gepflegt aus, an der Gedenkstätte liegen immer Blumen.
Den gefallenen sowjetischen, polnischen und französischen Soldaten in Wien sollte später ein Kinofilm „Wiener Ferien“ von Wladimir Wyssozki und Eduard Wolodarski gewidmet werden. Die Hauptrollen sollten Wyssozki selbst, Daniel Olbrychski, Wachtang Kikabidse und Gérard Depardieu spielen. Allerdings wurde der Streifen nie gedreht.
Quelle: Zeitung „Prawda“, 12. August 1946, Nr. 191 (10273).